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Aktuell, 17. April 2010
Ein Boxer wurde gerettet
Sigrid und Elisabeth konnten endlich einen Boxer einfangen.
Seine ehemaligen Besitzer hatten ein Kabel als Halsband verwendet. Daran war eine lange Schnur befestigt.
Doch der Boxer konnte sich befreien und ist ausgerissen.
Es wurde beobachtet, dass das Kabel um den Hals herum die Haut aufgescheuert hat.
Doch der Boxer ließ sich nicht fangen. Er wurde von einigen Menschen aus Mitleid gefüttert und das Kabel wuchs ins Fleisch ein.
Sigrid und Elisabeth versuchten seit einigen Wochen das Tier zu fangen. Doch der Hund wurde immer wieder vorher gefüttert,
so dass die Beiden keine Chance hatten, ihn zu bekommen.
Am Montag waren Siggi und Elisabeth 5 Stunden auf Boxerjagd, am Mittwoch wieder
5 Stunden - aber alles umsonst.
Am Donnerstag sind sie mit Betäubungstabletten losgezogen, weil ihnen das Tier nicht aus dem Kopf ging.
Der Boxer war da noch nicht von anderen Leuten gefüttert worden, also standen diesmal die Chancen gut.
Als die Tabletten wirkten, torkelte der Boxer in Richtung Klippen.
Sigrid und Elisabeth rannten hinterher - so schnell waren sie noch nie. Es musste verhindert werden, dass der Hund ins Meer stürzt.
Der Boxer ist nun beim Tierarzt, er wurde kastriert und das Kabelhalsband wurde chirurgisch entfernt. Ihm wird es bald wieder gut gehen.
Sigrid und Elisabeth haben sich die Zehen, Arme und Hände aufgeschlagen und überall Schürfwunden.
Und wer kümmert sich jetzt um die Beiden???
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Liebe Tierfreunde,
am 18.12.09 habe ich 2 Malta-Katzen (Mutter und Sohn) am Hamburger Flughafen in Empfang genommen.
Sie haben lange bei Sigrid in der Garage gelebt und wohnen jetzt bei mir zur Pflege.
Es sind ganz besondere Katzen, und wenn ich nicht schon 4 eigene hätte, davon 2 aus Malta, würde ich die beiden nicht wieder hergeben.
Besonders der Sohn ist mir sehr ans Herz gewachsen. So etwas verschmustes und verspieltes habe ich noch nicht erlebt.
Die Mutter passt sehr auf ihren Sohn auf und sie hängen sehr aneinander. Die beiden sind sehr menschenbezogen und die kleine Mama
folgt mir wie ein Hund.
Sie haben vor nichts wirklich Angst, sind sehr neugierig und gehen ganz offen und freundlich auf meine Katzen zu,
was leider meinen Katzen etwas unheimlich ist.
Gestern musste ich dann die kleine Mama aus meiner Toilette holen. Die fand sie dann doch etwas zu spannend.
Sie genießen es sehr sich frei bewegen zu können und toben durch das ganze Haus. Aber wenn ich sie rufe, kommen sie meistens
ganz schnell angelaufen. Auch auf das Wort "Nein" hören sie schon ganz gut.
Jetzt müssen wir nur noch ein schönes Endzuhause für die beiden finden. Dabei ist eins schon mal klar.
Ich werde sie persönlich dort hinbringen mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn ich weiß jetzt schon,
daß ich die beiden sehr vermissen werde.
Anja Lüker
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Aktuell, 10. Juli 2009 - Veranstaltung für Tierschutz auf Malta
Bei glühender Hitze trafen sich einige Tiere, um auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen.
Das ist ihnen doch recht eindrücklich gelungen.
Sie brauchen unsere Unterstützung nicht, aber dafür viele andere Tiere, die sich nicht selber helfen können!
Aber bitte schauen Sie selbst:
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Aktuell, 29. Juni 2009 - Fotos von "Ein Tag - wie so viele Tage - auf Malta
Quit mit seiner neuen Familie, wir freuen uns sehr darüber.
Und hier der Boxer.
Und das kleine Katzenbaby.
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Ein Tag - wie so viele Tage - auf Malta!!!
Bericht von Sigrid Baron:
Mit Klein-Dalmi (einem Katzenbaby) und einem angefahrenen Boxer, den wir einige Tage zuvor verletzt (mit 1200g Hundefutter,
weiteren 2 Katzenfutterdosen) zum "Einsteigen" überredet hatten, waren Liz und ich auf dem Weg vom Tierarzt nach Hause.
Wir zerbrachen uns den Kopf, wo wir den Boxer am Besten unterbringen - nach der notwendigen OP.
Da kam ein Hilferuf von Marie:
Eine Mamahündin, mit zum explodieren angeschwollenem Gesäuge, wird von vier Jugendlichen in der Mittagshitze durch die Gegend gezogen.
Einer davon war mir leider bekannt.
Er hatte sein "heißgeliebtes" Katzenmädchen, als sie trächtig war, in die Katzenkolonie ausgesetzt!
(Offiziell habe ich dieses Kätzchen nie gesehen und schon gar nicht eingefangen, sonst hätte er sie wieder zurückbekommen!!!)
"Liz wir müssen sofort nach Kalkara - nein doch, nein - o.k. es ist aber so heiß."
Wir fuhren trotzdem sofort los.
Mit der Hilfe von Tierschützern in Malta hatte ich schon die Polizei in Alarmbereitschaft. Hier weiß man ja nie, was passiert...
Die Halbwüchsigen hatten eine Pitbullmixdame an der Leine und stritten mit den Katzenfütterern.
Ein Farmer hatte die Hündin am Morgen mit einem Puppy geschenkt bekommen.
Der halbwüchsige Sohn hatte die Hündin den vier anderen Jungs weitergegeben, da der Puppy ja schon alleine fressen kann.
Die Vier wollten die Hündin in der alten Leichenhalle im Friedhof unterbringen und sie dort versorgen.
Die Hündin ist Ihnen abgehauen, als sie das Tier ins Meer geworfen haben, um sie abzukühlen und zu waschen.
Begründung: die Hündin hat nach Farm gestunken...
Somit ist die Hündin einen Berg hoch gespurtet und hat sich im Bürgermeisteramt verkrochen, wo man ihr Wasser und Futter gegeben hat.
Die Angestellten haben die Katzendamen um Hilfe gebeten und so landete der Hilferuf bei uns.
Die vier Jugendlichen haben mich beschimpft und angepöbelt. Erst als ich per Handy angeblich die Polizei angerufen hatte, waren sie plötzlich
bereit, uns den ehmaligen Besitzer zu zeigen.
(Die Katzenfrauen haben in der Zwischenzeit von anderen Anwohnern Unterstützung bekommen, ein Mann hat dann die Hündin einfach
weggenommen und versteckt.)
Aber den eigentlichen Besitzer kannten die Jugendlichen nicht, nur den Farmerjungen der den Puppy noch hatte.
Es gab ein Rumgezerre mit diesem kleinen Macho, ich wollte den Puppy natürlich auch mitnehmen.
Zwischenzeitlich entdeckte einer der vier Jungs den Boxer im Auto und versuchte den Wagen aufzumachen.
Zum Glück war Liz schneller und er bekam ein paar sehr "freundliche Worte" von uns zu hören!
Nun kam ein junger erwachsener Mann, der Bruder des kleinen Macho dazu.
Liz erklärte Ihm, dass die vier Jugendlichen die Hündin nicht haben könnten, da sie Tiere nicht auf den Friedhof halten dürfen.
So wollte er die Hündin zurück haben und ich entgegnete - wir wollen auch den Puppy.
Der junge Mann, blieb äußerlich ganz cool - innerlich kochte er.
Aber er kannte mich bereits als Tierschützerin und dass ich nicht zu bremsen sei. Das Handy hatte ich wieder im Einsatz,
ohne wirklich die Polizei anzurufen.
Endlich meinte er: "Behaltet die Hündin, der Puppy sei alt genug um ohne Mama auszukommen!"
Wir waren nicht wirklich zufrieden, aber die Sache wurde zu gefährlich, um so länger wir dort herumstritten!!!!
Also rannten wir den Berg hoch - Katzenfallen raus aus dem Auto, Platz für die Hündin schaffen, schnell den Berg runter,
das Eigentum der vier Jungs (Halsband und Leine) zurück bringen.
Hoch den Berg, Hündin rein - Abmarsch bevor einer der Vier Jungs den Berg, mit Verstärkung, hochkommt!!!
Liz ist gefahren und ich habe versucht eine sichere Unterkunft für die Hündin zu organisieren. Die Hündin ist ein sehr liebes Tier,
aber eben ein Pitbullmischling. Quit ist jetzt ihr Name, weil sie einfach süß ist.
Leider wollte niemand die Hündin aufnehmen, aber wenigstens für den Boxer haben wir jemanden gefunden.
Dann das nächste Problem.
Wir suchten einen Tierarzt - Freitag nachmittag.
Die Hündin brauchte Medikamente gegen die Schmerzen und dass die Milchproduktion schneller eingestellt wird, sowie ein Antibiotika.
Da es schon fast 16.00 Uhr war, mußten wir sofort zum Tierarzt fahren.
Die Tierärztin steckte im Stau fest, aber nach einer weiteren Stunde Wartezeit hatte Quit Ihre Spritzen und wir das Medikament.
Liz war bereit, die süße Hündin für einige Tage zu behalten. Sie hatte auch schon einen neuen Besitzer im Kopf, dessen Pitbull wurde
einen Monat vorher eingeschläfert, da er sehr alt und krank war.
Aber zuerst wurde die liebe Hündin kastriert und....sie wurde schon freudig erwartet!!!
Gestern haben wir nachgeschaut - es ist alles o.k.
Eure Sigrid aus Malta
Aktuell 6. April 2009
Ich sitze wieder im Flieger, auf dem Heimweg nach Frankfurt. Unter mir, im Frachtraum, fliegen drei Kätzchen mit.
Drei Kätzchen, die es in ein besseres Leben geschafft haben.
Hinter mir liegt eine anstrengende Woche, nicht so sehr wegen des täglichen Arbeitspensums, sondern wegen der Eindrücke und Erlebnisse,
die ich jetzt verarbeiten muss.
Als ich erfuhr, dass bei Sigrid "Land unter" ist, beschloss ich spontan, meine Hilfe anzubieten und nach Malta zu fliegen.
Sigrid bot mir an, bei ihr zu wohnen, und so machte ich mich am 21. März auf den Weg nach Malta.
Von Sonne und Wärme keine Spur, es wehte ein eisiger Wind, der einen in den engen Altstadtgassen erst recht durcheinander wirbelte.
Aber ich war - zum Glück - nicht wegen dem Wetter hier.
Mein Hauptarbeitsplatz war die Garage, wo Sigrid gegenwärtig über 20 Katzen versorgt, die sie irgendwo krank oder verletzt
aufgefunden hat und langsam wieder gesund pflegt und aufpäppelt.
Meine Aufgabe bestand darin, morgens und abends die Tiere mit Wasser und Futter zu versorgen, die Klos sauberzumachen
und die Boxunterlagen zu wechseln.
Diese Katzen sind teils in Einzel-, teils in Zweierboxen untergebracht - nach meiner persönlichen Meinung keine artgerechte Unterbringung,
zumal das ganze sehr beengt und zwangsläufig auch nicht allzu sauber ist - aber ich kann Sigrid sehr gut verstehen wenn sie sagt,
dass sie diese Katzen nicht wieder auf die Straße setzen kann und will, nachdem sie sie mit so viel persönlichem Engagement gesund
gepflegt hat.
Diese Tiere sind zum größten Teil vermittelbar und können bei Aussicht auf ein neues Zuhause schnell flugfertig gemacht werden.
Vor Sigrids Haus, das übrigens sehr schön an der Küste liegt, hat sich eine Katzenkolonie gebildet, die ebenfalls zweimal am Tag
ihr Futter verlangt.
Unter ihnen ist ein armer roter Kater, der einen fürchterlichen Schnupfen hat.
Mir hat es jedes Mal das Herz gebrochen, zuzusehen, wie er sich niesend und keuchend an den Futterplatz schleppte.
Sigrid versucht mittlerweile seit drei Jahren, ihn einzufangen - er ist jedes Mal schneller.
Ansonsten waren wir ständig unterwegs, denn Katzenschutz ist auf Malta ein Fulltime-Job.
Planen kann man da im Vorfeld gar nichts - ein Anruf, ein plötzlicher Notfall, und der sorgfältig ausgearbeitete Tagesplan ist hin.
Wenn Sigrid die Info bekommt, dass sie am nächsten Tag eine gewisse Anzahl an Katzen in die Tierklinik zur Kastration bringen darf,
heißt es, nachts auf Katzenfang zu gehen.
Und so stellten wir spätabends die Fallen auf, bestückten sie mit stark riechendem Futter und dann hieß es Warten - im eisigen Wind,
der durch die dunklen Gassen der Altstadt fegte.
Bis es wortwörtlich "in der Kiste rappelte", und wir hatten einen Kandidaten.
Du kannst nie sagen, wie lange es dauert, und so waren wir manchmal bis in die frühen Morgenstunden unterwegs.
Am Donnerstag hiess es Pakete abholen. Die Spedition hatte 34 Hilfspakete aus Deutschland angekündigt, also fuhren wir mit zwei Vans hin.
Es war wie Weihnachten und Ostern zusammen, denn wir hatten gerade an jenem Tag die letzten Futtervorräte aufgebraucht
und hätten sonst noch am selben Abend Streu und Futter kaufen müssen. Herzlichen Dank an die Spender!
Es gibt durchaus tierliebe Menschen auf Malta, wie zum Beispiel die - meist älteren - Damen, die ihre eigenen Katzenkolonien täglich
aufopferungsvoll anfahren und versorgen, aber leider viel zu wenige.
Ansonsten sehen die meisten Malteser die Tiere, wie in anderen südeuropäischen Ländern üblich, als lästiges Übel an,
welches nichts wert ist und am Besten schnellstmöglich beseitigt werden soll.
Ich war überrascht über die Gastfreundschaft und die Geselligkeit der Malteser.
Wenn wir die alten Füttererinnen besuchten, bekamen wir sofort Tee und Kuchen angeboten, und spontane Einladungen zum
Abendessen waren an der Tagesordnung,wobei die Gastgeber keine Mühen scheuten, uns kulinarisch nach Strich und Faden zu verwöhnen.
Ihr Zuhause teilt Sigrid mit drei großen Hunden und mehreren Katzen, unter anderem Fetz.
Was für ein Prachtkerl, schaut Euch mal sein Bild hier unten an!!!
Er läuft mit seiner Windel herum, genauso schnell und flink wie die anderen Katzen.
Rennen, springen und klettern - für ihn alles kein Problem, denn er hat seine eigene Fortbewegungstechnik entwickelt und so perfektioniert,
dass er mit seinen Artgenossen absolut mithält.
Ich sollte ihm einmal die Windeln wechseln, weil Sigrid dringend zu einem Notfall musste - und ich habe es nicht geschafft, ihn einzufangen.
Seitdem ist er für mich nicht mehr Windel-Fetz sondern Wiesel-Fetz!
Sigrid ist kein Mensch der vielen Worte - sie handelt lieber.
Wenn sie angerufen wird, weil eine Katze irgendwo Hilfe braucht, ist sie zur Stelle. Ohne Wenn und Aber, Tag und Nacht.
Was diese Frau für die armen Streunerkatzen leistet ist einfach unbeschreiblich.
Ich habe mit eigenen Augen gesehen: es ist unglaublich, welche Futter- und Streumengen täglich gebraucht werden.
Die Sachen, die meiner Meinung nach am dringendsten benötigt werden sind: Futter, Futter, Futter, und nochmals Futter,
vor allem Nassfutter, und Streu.
Und noch eins: die Katzen, die in Sigrids Garage sitzen, egal ob rot, schwarz, dreifarbig, kurz- oder langhaar, haben alle eines gemeinsam:
keinerlei Chancen auf Vermittlung auf Malta.
Sie fristen ihr trauriges Dasein in ihren engen Boxen - man kann es nicht anders nennen.
Daher mein Appell an alle verantwortungsbewussten Katzenliebhaber unter uns:
fasst Euch ein Herz und macht ein Plätzchen frei für eine dieser armen Kreaturen.
Ich fliege nach Hause. Und mit mir fliegen all die traurigen Bilder vom Katzenelend auf Malta mit,
die sich in meinem Kopf eingebrannt haben und ich nie werde vergessen können.
Erminia Herbert
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Aktuell 6. November 2008
Fetz geht in die Schule :o)
Es gibt auch Tierfreunde auf Malta, die sich sehr sinnvoll für den Tierschutz einsetzen.
An einer Schule wurde in 9 Klassen praktischer Tierschutzunterricht gehalten.
Die Lehrerin ist sehr aufgeschlossen - die Kinder sehr interessiert.
Es muss den Kindern erklärt werden, dass Tiere kein lästiges Übel sind.
Tiere können für eine lange Zeit gute Freunde sein, aber gute Freunde muss man auch gut behandeln.
Natürlich mußte der Unterricht sehr anschaulich dargestellt werden.
So wurde Sigrid mit Hund und Katz in die Schule gebeten, denn wer kann besser erklären, was
Tierschutz bedeutet, als sie.
Mit einem Hund, dem Kater Benito und Windel-Fetz kam Sigrid zum Unterricht.
Den Kindern wurde viel zum Thema Umgang mit Tieren erklärt, sie durften die Tiere auch streicheln.
Viele Fragen wurden gestellt und auch kindgerecht beantwortet. Alle Kinder waren fasziniert und hörten eifrig zu.
Sigrid berichtet:
"Fetz blieb auf meinem Arm, da er ansonsten nur wieder in die Kiste geflüchtet wäre.
Er läßt sich gerne von den Kindern streicheln, wenn die aber vor Begeisterung laut werden, dann bekommt er Herzklopfen!!!
Wir finden aber, es wichtig ist zu zeigen - auch ein behindertes Tier schenkt Freude und hat Lebensfreude."
Einige Tage nach einer Unterrichtsstunde zum Thema Tierschutz, in der Windel-Fetz natürlich auch anwesend war,
bekam Sigrid von 2 Mädchen Windeln für Fetz geschenkt. Sie waren richtig glücklich für Fetz ein Geschenk überreichen zu dürfen.
Sigrid war so gerührt - sie rief uns gleich an, um uns das zu berichten.
Nur wenn die Kinder und die Jugendlichen begreifen - wie wichtig Tierschutz ist - nur dann kann sich die Lage
für die Tiere auf Malta in Zukunft verbessern.
Die Lehrerin und Sigrid haben mit ihrer Unterrichtsgestaltung einen ganz großen Schritt in die richtige Richtung getan.
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Hallo all Ihr Lieben!
Bitte schaut euch die Fotos an!! Dies war das Zuhause von über 30
Hunden und 2 Welpen!
Sie haben in Tonnen von Kot und Dreck gelebt!
Heute waren wir (AAA) zusammen mit dem Gesundheitsamt, dem Veterinäramt und
Polizei dort und haben die Hunde da raus geholt!
Die Tiere sind nun bei uns in AAA. Wir sind damit komplett überbelegt!
Wer kann uns schnell helfen!!!
Bitte mobilisiert alle eure Pflegestellen!!!
Die Tiere sind in einem unerwartet guten Zustand. Die meisten sind sehr
zutraulich und lieb.
Bitte helft uns!
Alle anderen Sanctuarys haben abgelehnt, sie seinen voll. Hätten wir sie
nicht genommen, hätte man sie heute vergast!
Viele traurige Grüsse
Christine
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Sigrid berichtet:
"Mir hat es am Montag noch den Boden unter den Füßen weggezogen.
Ich habe eine Katze abgeholt, mit der Jugendliche Fußball gespielt haben.
Die Katze war krank, hatte einen fürchterlichen Durchfall. Um 17.00 Uhr war ich mit ihr beim Tierarzt. Aber außer Schmerzmittel zu verabreichen und einem starken Antibiotika
konnte er nicht mehr machen. Die Katze war sehr aggressiv, sie hatte aber keine äußeren Verletzungen.
Der Tierarzt und ich haben hin und her überlegt, einschläfern oder nicht!!! O.K. meinte er, sie wird wahrscheinlich sterben, aber geben wir ihr eine Chance!
Die Mieze hat noch eine Dose a/d im Liegen gefressen, gebettet auf zwei Wärmflaschen, abgedunkelt in einer Hundetransportbox.
Am Dienstag hat sie dann nochmals eine Dose gefuttert und ich habe sie etwas geputzt mit einem Waschlappen und eben Peinkiller und Antibiotika gespritzt,
aber sie war schwach und mit Vorsicht zu genießen.
Mittwoch früh wollte sie dann nicht mehr fressen, aber sie war ganz relaxt - nur nochmals zum Tierarzt wollte ich nicht, da das schon wieder Stress gewesen wäre,
nachdem sie endlich gleichmäßig atmete und es so aussah, dass der Durchfall gestoppt war.
Sie ist friedlich um 17.00 Uhr eingeschlafen ohne Schmerzen ganz locker ohne Todeskampf.
Die Polizei wurde informiert und die Jugendlichen werden zum Verhör vorgeladen."
Wir werden wohl nie erfahren, was dabei heraus kommt...
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Bericht von Ramona - Juli 2007
Ich war nicht das erste Mal auf Malta und offenbar habe ich, was Tiere auf Malta anbelangt,
nie
so richtig hingesehen, denn in diesem Jahr sind mir zum ersten Mal die Augen
aufgegangen.
Ich habe mit eigenen Augen gesehen wie erbärmlich es den Tieren auf Malta
geht.
Sicherlich
habe ich in diesem Jahr besser hingesehen als zuvor, da ich durch einen
Bericht
im WDR (Tierschutzgeschichten aus Malta und Zypern) auf das Problem
aufmerksam geworden bin.
Noch vor meinem Flug habeich mich mit Maria Kündiger von Maltakatzen in Not
in Verbindung gesetzt
und dort meine Hilfe als Flugpatin angeboten.
Ich habe
auf Malta sehr viele halbverhungerte winzige Katzen gesehen, welche mit Not
versucht
haben, zugeknotete Müllscke zu öffnen. Katzen die von Restauranteigentümern
und deren Angestellten verjagt wurden. Katzen, die obwohl es scheue Tiere
sind,
die Nähe zum Menschen in Kauf nehmen, nur um einen Happen irgendwas zu
erlangen. Katzen die ausgegossenes Putzwasser auf der Straße trinken, weil
sie
ausgedörrt sind und gegen den Tod ankämpfen. Katzen, die offenbar Opfer
irgendwelcher Gewalteinwirkungen wurden. Ich kann sagen, dass die
Urlaubsstimmung mir schnell verging.
Während die
Gäste des 4 Sterne Hotels, ich welchem ich untergebracht war, schlemmten und
ausgelassen an der Bar lachten und feierten, fand um sie herum ein
Überlebenskampf statt. Ich bin fassungslos über so viel Grausamkeit die ein
Mensch über ein Tier ergehen lassen kann.
Es gibt auf
Malta viel Gastronomie und wo es Gastronomie gibt, dort fallen auch Reste an
und warum in Gottes Namen kann man diese nicht anderen Ortes verfüttern?
Malta ist
kein Entwicklungsland mehr und es will einfach nicht in meinen Kopf gehen,
weshalb man diese Tiere dort verhungern lässt, sie schlägt, vergiftet und
was
sonst noch! Es geht nicht nur den Katzen auf Malta schlecht. Es geht den
Hunden
und den Kutschpferden ebenso elend und generell lässt sich sagen, dass viele
Malteser keine großen Tierfreunde zu sein scheinen.
Ich habe
mich am Baccara Garden mit einer 73 jährigen Schweizerin unterhalten, welche
auf Malta lebt und dort schon sehr lange mit einem Malteser verheiratet ist.
Diese
Frau füttert auf Malta drei Mal täglich die Katzen und kocht den ganzen Tag
für
diese Tiere. Vor zwei Jahren, so erzählte sie mir, habe man 10 ihrer Katzen
vergiftet. Geblieben seien ihr noch 5 der Tiere um die sie sich gemeinsam
mit
Ihrem Mann aufopfernd kümmert.
Am Tag
meiner Abreise habe ich mich mit Sigrid am Flughafen auf Malta getroffen.
Sie hat mir bei einem Kaffe von ihrer Arbeit auf Malta erzählt.
Sie hat täglich hart zu kämpfen und es ist oft nicht leicht für sie und
ihren
Mann, aber sie geben niemals auf. Ich kann schwer in Worte fassen, welche
Achtung
ich vor der Arbeit habe, die auf Malta und auch in Deutschland für
Maltakatzen
in Not geleistet wird.
Meine drei
Katzenkinder, die ich nach Deutschland begleite habe und dort an Peter (aus
einer Pflegestelle in Deutschland) bergeben habe, waren nicht nur wohlauf
sondern allesamt aufgeweckte Kerlchen und putzmunter (und das ist Sigrids
Verdienst,
da sie die Waisen per Hand aufgezogen hat).
Abschließend
lässt sich sagen, dass ich Malta nicht mehr besuchen werde und wenn
überhaupt,
dann nur im Dienste des Tierschutzes!
Ich möchte
allen Mitwirkenden von Maltakatzen in Not mein Lob aussprechen und wünsche
Euch
weiterhin viel Erfolg bei der Arbeit. Ich hoffe, dass ihr nie aufgebt!
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Hinterhofkatzen wurden entdeckt
In einem Hinterhof auf Malta wurden 21 abgemagerte Katzen entdeckt.
Drei Katzen wurden dort regelmäßig von einer alten Dame gefüttert, die bei
reichen Engländern wohnt, da sie die Freundin der verstorbenen Mutter war.
Aber sie durfte nur Blacki und 2 alte Katzen der Mutter füttern.
Die anderen 18 dort lebenden Katzen waren zum Verhungern verdammt. Diese
Katzen interessierten niemanden, sie vermehrten sich und wer stark genug war
überlebte.
Es hat 4 Wochen gedauert, bis auch das letzte Tier gefangen werden konnte,
denn alle waren wild.
Nachdem sie kastriert wurden konnten einige Katzen auf einer Farm
untergebracht werden, andere bei privaten Tierschützern. Einige mussten leider
eingeschläfert werden. Vermittelt werden konnten die Miezen nicht, da sie
weder Menschen, noch Hunde und auch keinen Straßenverkehr kannten.
Wer weiß in wie vielen Hinterhöfen noch arme Katzen jämmerlich verhungern???
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Bericht von Flugpaten
Beide Katzen sind an die schon wartenden Abholer übergeben worden. Da der
Flug durch das Wetter etwas holperig war, waren Doupy und Patch bei der
Ankunft in Hannover doch etwas durcheinander. Hoffentlich haben sie sich
inzwischen wieder erholt.
Die Organisation durch Ihr Malta-Team klappte hervorragend. Am Tag vor dem
Abflug erhielten wir eine telefonische Bestätigung von Frau Baron, die die
Katzen auch pünktlich und reisefertig zum Flughafen brachte.
Leider war das Bodenpersonal am Flughafen Malta wenig hilfreich. Erst nach
einer dreiviertel Stunde Diskussion gab es die Zustimmung, beide Katzen
mitnehmen zu dürfen. Danach war noch zu klären, dass auch unser vorher
eingechecktes Gepäck noch mit sollte. Glücklicherweise kamen auch unsere
Koffer unversehrt in Hannover an. Frau Baron hat sich sehr bemüht und
gekümmert.
Als nun alles gut zu werden schien, kam noch die persönliche
Sicherheitskontrolle. Dort nun die Diskussion, dass es nicht möglich ist,
Doupys Transportbox zu öffnen. Daraufhin verschwand ein Mitarbeiter mit den
Bordkarten. Nach endlos erscheinender Wartezeit (das Personal schien eine
unendliche Gelassenheit oder Gleichgültigkeit zu besitzen), bekamen wir die
Erlaubnis samt Katze zum Flugzeug zu gehen. Sicherheitshalber wurden wir
dabei von einem Flughafenmitarbeiter eskortiert. Im Flugzeug war
glücklicherweise das Personal von Air Berlin zuständig. Somit gab es keine
Probleme, alle waren hilfsbereit und freundlich. Auch bei der
Zwischenlandung und beim Zoll in Nürnberg gab es keine Schwierigkeiten.
Viele Grüße an das freundliche Abholer-Team und Frau Baron, die sich in
bewundernswerter Weise mit viel Einsatz unter sicherlich nicht einfachen
Bedingungen um die Tiere kümmert. Wir wünschen ihr alles Gute und weiterhin
viel Kraft bei dieser Arbeit. Auch ihre kleine Patch hat die Reise im
Frachtraum offenbar gut überstanden.
Insgesamt gesehen würden wir uns wieder als Flugpaten zur Verfügung stellen.
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